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	<title>young press</title>
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	<description>Der Blog der Thomas-Morus-Akademie zur ITB Berlin 2012 in Kooperation mit der Messe Berlin</description>
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		<title>Die Virtuelle Welt wird auch beim Reisen wichtiger – Stefan Niemeyer über Chancen und Perspektiven der mobilen Vermarktung</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 21:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Czech</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ITB 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Apps]]></category>
		<category><![CDATA[ITB Berlin 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Niemeyer]]></category>
		<category><![CDATA[virtuelle Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Fachbesuchermesse der ITB 2012 in Berlin wird ein Vortrag nach dem anderen über Social Media, Smartphones &#38; Co. gehalten. Die Säle sind übervoll. Und die Referenten freuen sich über die große Anzahl an interessierten Zuhörern. Mitten drin im Geschehen Stefan Niemeyer, Agenturleiter bei IC Tourismus. Nach seinem spannenden Vortrag „Kultur wird sozial und mobil. Wie Social Media und Mobile Marketing den Kulturtourismus verändern“, beantwortet der Marketing Designer &#38; Entwickler Fragen von young press:

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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Foto: IC Tourismus<br />
</em><br />
Auf der Fachbesuchermesse der ITB 2012 in Berlin wird ein Vortrag nach dem anderen über Social Media, Smartphones &amp; Co. gehalten. Die Säle sind übervoll. Und die Referenten freuen sich über die große Anzahl an interessierten Zuhörern. Mitten drin im Geschehen Stefan Niemeyer, Agenturleiter bei IC Tourismus. Nach seinem spannenden Vortrag „Kultur wird sozial und mobil. Wie Social Media und Mobile Marketing den Kulturtourismus verändern“, beantwortet der Marketing Designer &amp; Entwickler Fragen von young press:</p>
<p><em>Katharina Czech:</em> Täglich sind wir mehr und mehr der virtuellen Welt ausgesetzt. Wie wirkt sich dies auf die Tourismusbranche aus?  Sehen die Anbieter Smartphones und Apps als Gefahr oder fasst die Branche diese Erneuerung als Erweiterung der eigenen Möglichkeiten am Markt auf?</p>
<p><strong>Stefan Niemeyer:</strong> Ich hoffe sehr das die Tourismusbranche dies nicht als Gefahr sieht, denn es ist keine Gefahr. Es ist  vielmehr eine ganz große Chance, die es in den unterschiedlichen Reisephasen gibt. Unter anderem in der Phase des Aufenthaltes. Der Gast hat durch die mobile Welt die Möglichkeit seine Reise noch interaktiver zu gestalten. Diese Medien können stärker herauszufinden, was der Gast während  seiner Reise erlebt, was er empfiehlt und was er für Impressionen hinterher mitnimmt.  Dies sind die Anforderungen, die ein Gast mobil während eines Aufenthaltes nutzt. In all den Medienanwendungen, die ich mit meinem Smartphone mache, kann ich alle kleinen Eindrücke festhalten, die ich in der Destination sehe. Und je besser die Destination, das Unternehmen, der Reiseanbieter darauf einsteigt, diese animiert und auch reflektiert, um so größer ist die Chance für die Destination, Multiplikatoren zu finden aber auch die eigene Qualität zu kontrollieren.</p>
<p><em>Katharina Czech:</em> Was folgt daraus? Werden zum Beispiel im klassischen Tourismus-Geschäft Stellen abgebaut? Kann man das heute schon beobachten?</p>
<p><strong>Stefan Niemeyer:</strong> Das klassische Reisebüro muss grundsätzlich niemals aussterben, weil es schon vor 10 Jahren so war, das gesagt wurde, das Reisebüro ist tot. Aber auch heute lebt es noch. Jedes Unternehmen muss aber auch einen Wandel mitmachen, muss die Komponenten, die den Reiseinteressierten beschäftigen und die er anwenden will, mittragen können. Es muss nicht zwingend Personal reduziert werden. Das Personal muss da eingesetzt werden, wo es gebraucht wird. Für den Gesamttourismus würde ich nicht von echten Rückgängen sondern von Personalverlagerungen sprechen, und Unternehmen müssen sich neu definieren.</p>
<p><em>Katharina Czech:</em> Der Weiterbildungssektor wird somit in den nächsten Jahren für den klassischen Tourismus eine große Rolle spielen?</p>
<p><strong>Stefan Niemeyer:</strong> Es ist ein sehr dynamischer Trend und auf dem Weiterbildungsmarkt gibt es spannende Ansätze, bestehende Berufsfelder werden zum Beispiel um neue Komponenten erweitert. Ob es nun zwingend einen neuen Weiterbildungsbereich geben muss, da bin ich mir nicht sicher, in manchen Teilen vielleicht. Ich glaube aber schon, dass man die bestehenden Berufsfelder an die Angebote anpassen muss. Dies passiert auch gerade und wird in Zukunft bestimmt weiter ausgebaut. Aber mit Sicherheit gibt es in der Tourismusbranche noch Nachholbedarf. Dass natürlich der Nachwuchs jetzt schon das erlernt, was er dann in vier bis fünf Jahren wirklich anwenden muss und anwenden will, damit der Gast zufrieden ist, steht außer Frage.</p>
<p><em>Katharina Czech:</em> Ist es möglich, dass die virtuelle Welt den Menschen aus Fleisch und Blut in seiner Funktion ersetzt, z. B. den Reiseführer? So wie mit der Industrialisierung auch die Maschinenkraft die menschliche Arbeitskraft ersetzt hat?</p>
<p><strong>Stefan Niemeyer:</strong> Das glaube ich nicht. Ich glaube viel mehr, dass die Kombination aus beidem spannend sein kann. Also, Reisen und der Urlaub als solches ist ein emotionales Gut,  der persönliche Kontakt ist ein wichtiger Faktor. Eine gewünschte Führung durch einen Urlaub ist immer etwas, das im Kopf haften bleibt. Ein Smartphone kann das nicht ersetzen, und auch die beste App nicht. Aber es gibt Bereiche während einer Reise, auf denen das Smartphone mir Mehrwerte bieten kann, die über den persönlichen Kontakt hinausgehen. Technik ist immer ein Unterstützer. Technik ist nicht dominierend. Und beide Komponenten, das Persönliche und das Mediale, sind sicherlich spannende Ergänzungen. Somit sollte das Thema Servicequalität und das Thema  der persönlichen Ansprache in den Vordergrund rücken. Weil es genau diese herzlichen Begegnungen sind, die Dinge, die ein Smartphone niemals leisten kann. Und das sind die Bereiche, wo man auf einmal noch stärker als bisher punkten kann.</p>
<p><em>Katharina Czech:</em> Wie sieht die Zukunft aus? Kann man dann auf Bargeld verzichten, da es z. B. heute schon die Möglichkeit des Tickting gibt?</p>
<p><strong>Stefan Niemeyer:</strong> Ich kann es mir vorstellen. Technisch ist es jetzt schon machbar. Das größte Hindernis dabei ist der Mensch und das wir bereit sind, auf alte Gewohnheiten zu verzichten. Die Hauptkomponente beim bargeldlosen Zahlen ist aber immer der Sicherheitsaspekt. Wenn dieser so gelöst ist, dass das Vertrauen der Menschen da ist, dann glaube ich, dass man in vier bis fünf  Jahren in Ansätzen und in 10 Jahren schon flächendeckend  diese Bezahlmöglichkeit praktizieren kann. Unterm Strich glaube ich, dass die Kreditkarte in der Tasche ein höheres Sicherheitsrisiko ist als das Smartphone. Es ist natürlich eine Sache, die im Kopf sich abspielen muss, und ein flächendeckendes Angebot der Geräte muss gegeben sein.</p>
<p><em>Katharina Czech:</em> Und eine persönliche Abschlussfrage. Was ist ihr nächstes persönliches Reiseziel?</p>
<p><strong>Stefan Niemeyer:</strong> Amerika, genauer New York. Bruce Springsteen geht auf Tour, und ich möchte ihn gerne in New York sehen. Das wäre mein nächster Wunschreiseort.</p>
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		<title>Abireisen: Abfeiern oder Abchillen?</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 11:02:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Sauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Abireise-Anbieter wie Ruf locken Schulabgänger mit Partytrips. Foto: Tobias Sauer
Der Markt für Abireisen scheint seit Jahren stabil. Doch in der letzten Zeit sind ruhigere Ziele im Kommen, während Buchungen für Partyhochburgen wie Lloret de Mar stagnieren. Der Beginn einer Trendwende?
Endlich ist das Abitur bestanden, die lange Schulzeit vorbei. Und nun? Seit Jahrzehnten fahren Abiturienten mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Abireise-Anbieter wie Ruf locken Schulabgänger mit Partytrips. Foto: Tobias Sauer</em></p>
<p>Der Markt für Abireisen scheint seit Jahren stabil. Doch in der letzten Zeit sind ruhigere Ziele im Kommen, während Buchungen für Partyhochburgen wie Lloret de Mar stagnieren. Der Beginn einer Trendwende?</p>
<p>Endlich ist das Abitur bestanden, die lange Schulzeit vorbei. Und nun? Seit Jahrzehnten fahren Abiturienten mit ihren Mitschülern noch einmal gemeinsam in den Urlaub, bevor sie Studium oder Ausbildung beginnen. Worum es bei den Fahrten geht, machen die grell bebilderten Kataloge der Reiseveranstalter deutlich: Tanzen, Trinken, Flirten. „Wenn die Abiturienten 13 Jahre Schulzeit ausklingen lassen möchten, heißt das in neunzig Prozent der Fälle: Party, Party, Party!“, sagt Okay Parlar von Ruf-Jugendreisen. Abiturienten, die bei einem Reiseanbieter buchen, wüssten genau, was sie erwartet, meint er. „Wenn man alleine bucht, kann man dagegen nie sicher sein: Sind am Urlaubsort etwa Rentner?“ Auch die Kataloge zeigen: Man bleibt gerne unter sich. „Hier treffen sich ausschließlich Abiturienten und junge Partyhungrige aus ganz Deutschland“, wirbt Ruf für eine Fahrt nach Lloret de Mar an der spanischen Costa Brava, der klassischen Partyhochburg für Abiturienten.</p>
<p>Und auch am Urlaubsort kümmern sich die Anbieter um das richtige Party-Umfeld. Junge Reiseleiter, die bei Ruf „Buddys“ heißen, begleiten die Abiturienten und organisieren vor Ort das Unterhaltungsprogramm. Auf dem Plan stehen unter anderem Ausflüge, zum Beispiel von Lloret nach Barcelona, Beachvolleyballturniere und Disco-Abende. Für die Gäste handeln sie bei Einlass und Getränken Spezialkonditionen aus.</p>
<p>Doch viele Abiturienten gehen nicht wegen, sondern trotz des umfangreichen Partyprogramms auf Abireise. Rosa Peschken, Bruno Dietel und Arne Markuske, Abiturienten am Händel-Gymnasium in Berlin, wollen nach dem Abitur mit ihren Klassenkameraden nach Kroatien an den Strand fahren – eine klassische Abireise. Den dreien geht es allerdings vor allem darum, ihre Freunde noch einmal zu sehen, das Rahmenprogramm spielt dagegen keine große Rolle. „Eigentlich finde ich solche Touren abschreckend“, sagt Rosa. „Aber man muss zum Glück nicht am ganzen Programm teilnehmen, an irgendwelchen Schaumpartys zum Beispiel.“ Cocktails und Unterhaltungsprogramm seien ihm egal, meint auch Arne. „Mir kommt es eher darauf an, entspannt mit meinen Freunden zusammen zu sein.“ Für Kroatien spricht vor allem der Preis. „Kroatien war das billigste Reiseziel, hier gibt es am meisten fürs Geld“, sagt er.</p>
<p>Auch Anbieter wie Ruf registrieren veränderte Reisewünsche. Während Ruf nach eigenen Angaben in den letzten Jahren einen langsamen aber kontinuierlichen Anstieg der Buchungszahlen für Abireisen verzeichnen konnte, würden Party-Ziele wie Lloret de Mar stagnieren. Ruhigere Urlaubsorte seien stattdessen stärker nachgefragt, sagt Ruf-Pressesprecherin Inga Krusch.</p>
<p>Manche Abiturienten entscheiden sich allerdings auch ganz gegen eine Abireise. Zum Beispiel Judith Lau, Abiturientin am Berliner Rosa-Luxemburg-Gymansium. „Das ist nicht mein Urlaub“, sagt sie. „Das Geld, das die Abireise kostet, möchte ich lieber in etwas stecken, das mir mehr Spaß macht, wo ich selber entscheiden kann, was ich mache.“ Für den August plant sie statt einer Woche Party am Strand deshalb eine lange Reise mit dem Zug durch Osteuropa.</p>
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		<title>Ein Jahr danach</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 16:24:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Kloeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fernreisen]]></category>
		<category><![CDATA[ITB 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Topstories]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeben]]></category>
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		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Jahr nach Fukushima: Ein Besuch am japanischen Messestand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Foto: Angela Troisi, Quelle: Katharina Klöber</em></p>
<p>Roter Kimono und freundliches Lächeln: Angela Troisi verteilt geduldig Prospekte und informiert interessierte Messebesucher. Auf den ersten Blick erinnert nichts an den 11. März 2011. Als damals, vor genau einem Jahr, in Japan die Erde bebte, und damit einen Tsunami und den Gau in Fukushima auslöste, war die ITB Berlin wie jedes Jahr Anfang März in vollem Gange; Japan war wie immer mit einem Messestand vertreten. Die Touristiker machten ihre Arbeit &#8211; bis zu jenem Donnerstag, der den Nordosten Japans in eine apokalyptische Landschaft verwandelte.</p>
<p>„Als sich die Nachricht von dem Unglück bei uns herumsprach, haben wir unseren Ausstellern erlaubt zu gehen“, erinnert sich Angela Troisi von der Japanischen Fremdenverkehrszentrale in Frankfurt. „Es war schon chaotisch, weil es unterschiedliche Pressemeldungen gab und niemand wusste, was stimmt und was nicht.“ Troisi und ihr Team sagten alle Veranstaltungen und Termine auf der Messe ab. „Wir sind mit dem Stand trotzdem bis zum Ende der Messe geblieben“, sagt sie, „aber wir haben die Beleuchtung ausgeschaltet. Und der Stand war leer, weil die Kollegen aus Japan abgereist waren.“</p>
<div id="attachment_2222" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.tma-bensberg.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Japan1.jpg"><img class="size-medium wp-image-2222" src="http://www.tma-bensberg.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Japan1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Hideaki Nakazawa, Quelle: Katharina Klöber</p></div>
<p><a href="http://www.tma-bensberg.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Japan1.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.tma-bensberg.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Japan1.jpg"></a>Wie die junge Frau blieb auch ihr Chef, Hideaki Nakazawa, Direktor der Fremdenverkehrszentrale, bis zum Ende der Messe. „Viele Besucher haben uns ihr Beileid und Mitgefühl ausgedrückt“, sagt er. „Das war sehr nett.“ Er selbst habe sein Heimatland seit der Katastrophe zum ersten Mal im vergangenen September besucht. „Meine Mutter wohnt in Yokohama. Das ist zum Glück mehr als 280 Kilometer von Fukushima entfernt“, sagt Nakazawa. „In Tokio war die Stimmung schon gedrückt und es war dunkler als sonst“, erzählt er. „Normalerweise ist alles hell beleuchtet, aber der Strom musste genau eingeteilt werden.“ Mittlerweile sei es in der Hauptstadt fast wie früher. „Natürlich werden wir uns immer an diese Katastrophe erinnern“, sagt Nakazawa. „Beim Abschlussfest auf der ITB gedenken wir zum Jahrestag der Opfer. Gleichzeitig möchten wir uns für die große Anteilnahme bedanken.“</p>
<p>Er hofft, dass 2012 wieder mehr Touristen ins Land kommen. „2010 hatten wir 124.000 Gäste aus Deutschland; im vergangenen Jahr waren es 35 Prozent weniger“, sagt Nakazawa. Geschäfts- und Individualreisen würden zwar weiterhin gebucht, aber Pauschalreisen liefen schlecht, berichtet Angela Troisi. „Pauschaltouristen sind besonders ängstlich“, sagt sie. „Dabei befinden sich die Haupttourismusrouten genau entgegengesetzt von Fukushima, im Süden des Landes.“ Hideaki Nakazawa gibt sich optimistisch: „Wir wollen dieses Jahr wieder über 100.000 kommen, vielleicht werden es ja 130.000 Besucher. Die deutsche Wirtschaft hat gute Laune.“</p>
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		<title>Schluss mit Folklore</title>
		<link>http://www.tma-bensberg.de/blog/?p=2271</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 16:15:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Gutekunst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ITB 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Topstories]]></category>
		<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[malediven]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich über die ITB Berlin schlendere, stoße ich immer wieder auf skurrile Situationen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Foto: Eine Szene am Algerien-Stand. Quelle: Miriam Gutekunst.</em></p>
<p>Wenn ich über die ITB Berlin schlendere, stoße ich immer wieder auf skurrile Situationen.</p>
<p>Da steht eine junge, halbnackte Frau mit dunkler Haut und langen schwarzen Haaren. Bekleidet ist sie mit einem Bastrock und ein paar beigen Lappen. Verschüchtert und mit leicht gesenktem Blick steht sie da, als eine Besucherin sich vor ihr aufbaut und abdrückt.  Als der Blitz der Kamera ihr ins Gesicht schlägt, sieht sie nicht so aus, als ob sie sich in dieser Rolle wohl fühlen würde. Die Fotografin dagegen ist begeistert über ihren Treffer und träumt im Weitergehen schon von exotischen Wochen in Papua Neuguinea. Ein paar Stände weiter bittet eine andere Besucherin ein Mädchen in bunter Blütentracht den Kopf ein wenig zu neigen, damit die prächtige Blume im Haar besser zu sehen ist. Hinter mir meint im gleichen Moment jemand: „So sehen die dort aber nicht aus!“ Gemeint sind die Frauen auf den Malediven. Die Inseln werden an diesem Stand präsentiert.</p>
<p>Das Schema setzt sich in den Hallen der südamerikanischen, afrikanischen und asiatischen Länder fort. Die Szenen erinnern an die Entdeckung der Urvölker in kolonialen Zeiten. Sie gleichen den Fotografien des Ethnologen Bronislaw Malinowski, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Weg zu den Trobriand-Inseln in der Südsee machte, um über die Bevölkerung dort zu forschen. Heutzutage steht sein Verständnis als überlegener, fortschrittlicher Forscher in der Ethnologie stark in der Kritik. Es findet ein Wandel statt, weg von einem ethnozentristischen Blick, der nicht-westliche Völker grundsätzlich als unterlegen und rückschrittlich betrachtet.</p>
<p>Aber nicht auf der ITB Berlin. Touristen sehnen sich nach Gegensätzlichem und Exotik und zahlen dafür, wenn sie einen Urlaub buchen. Die Reiseveranstalter möchten Geld verdienen und bedienen diese Wünsche und stereotypen Bilder. Der Tourismus ist in vielen Regionen ein wichtiges Standbein. Während die europäischen Länder also in schicken Lounges mit technischem Fortschritt, Hochkultur und Feinkost werben, liegen in den Afrika-Hallen Trommelklänge und Gesänge in der Luft. Stammesführer mit Lendenschurz und Speer verteilen Visitenkarten und verschleierte Frauen ziehen Besucher in ihren Bann. Doch Afrika, Asien und Südamerika haben mehr zu bieten als Musik, Tanz und Tracht. In den verschiedenen Ländern haben sich Metropolen entwickelt, die reich sind an jungen Kreativen und politisch Engagierten.</p>
<p>Ägypten hat im letzten Jahr auf der ITB Berlin gezeigt, dass deren Kultur nicht nur aus Kunsthandwerk, Bauchtänzerinnen und Pyramiden besteht. Sie warben mit ihrer Revolution, auf die sie stolz sind und für die sie weltweit Bewunderung und Respekt erhalten haben. Slogans wie „Eine friedliche Revolution inspiriert die Welt“ und „Tahrir – ein Platz rockt die Welt“ sind Beispiele, wie eine andere Vermarktung funktionieren kann. In diesem Jahr sind sie als Partnerland zurück zum Gewöhnlichen gekehrt und haben einen großen Basar aufgebaut mit einem Teppichweber, einer Wahrsagerin und einem Schriftenzeichner, dazwischen ein paar Kleopatras und Männer mit Turban. Der Tourist möchte im Urlaub eben das Exotische entdecken.</p>
<p>Die Frage ist, ob wir das wirklich wollen? Oder gibt es nicht viel Spannenderes zu entdecken in diesen Ländern, wenn wir uns öffnen und den Menschen die Möglichkeit geben, zu zeigen, was ihr Land noch zu bieten hat?  Über was wollen wir uns informieren auf einer Tourismusmesse? Wollen wir Neues erfahren oder vielmehr die Bilder live konsumieren, die wir sowieso in uns tragen? Ich habe für mich entschieden, dass Folklore für mich bestimmt kein Grund ist, um in ein Land zu reisen.</p>
<h4 class="module-title">Gallerie: <b>Szenen von der ITB Berlin </b>(12)</h4>
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		<title>Auf den Spuren der Gebrüder Grimm</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 15:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Czech</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ITB 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Gebrüder Grimm]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Merian]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Veröffentlichung]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf  den Spuren der Gebrüder Grimm stellt Merian den Reiseführer zum Thema "Grimm in Hessen" auf der ITB Berlin 2012 vor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Quelle: Katharina Czech.</em></p>
<p>Wem sind die Gebrüder Grimm kein Begriff? Schon in unserer Kindheit werden wir mit ihren Märchen und Sagen in die Welt der Literatur eingeführt. Vor 200 Jahren sammelten die Gebrüder Grimm in Hessen ihre Geschichten und Abenteuer. Aber nicht nur in der literarischen Prosa sind die Gebrüder Grimm zu finden. Merian macht die beiden Geschichtensammler jetzt auch zu Hauptfiguren eines Reiseführers.</p>
<p>Auf  den Spuren der Gebrüder Grimm stellt Merian den Reiseführer zum Thema &#8220;Grimm in Hessen&#8221; auf der ITB Berlin 2012 vor. Passend dazu wurde Rotkäppchensekt und Schneewittchenkuchen gereicht. Pünktlich zur Leipziger Buchmesse erscheint der literarische Reiseführer auf Deutsch, Niederländisch und als E-Book auch auf Englisch.</p>
<p>Gehen Sie auf Jagdfieber und genießen Sie in den Wäldern Hessens Naturschauspiele, reisen Sie in einer gemütlichen Kutsche durch verwunschene Städte, residieren Sie in Schlössern und genießen märchenhafte Menüs im Zeichen der Gebrüder Grimm.  Flanieren Sie durch das Hessische Lichtenau, das mit seinen kleinen Altstadtgassen und verträumten Hinterhöfen, die von einer Stadtmauer umschlossen sind. Die Stadt bezeichnet sich selbst als „ Tor zum Frau Holle-Land.  Erobern sie den Kunstwanderpfad „Ars Natura“, der die Märchenfiguren Grimms immer wieder aufgreift. Erleben Sie Hessen als Heimat der größten Märchenschreiber,  Jacob und Wilhelm Grimm.</p>
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		<title>Verleihung des Tourismus Wissenschaftspreises 2012</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 15:26:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Czech</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ITB 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Gesellschaft für Tourismuswirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nachwuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftspreis]]></category>

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		<description><![CDATA[Quelle: Katharina Czech.
Die Deutsche Gesellschaft für Tourismuswirtschaft (DGT) verlieh auf der ITB in Berlin den Wissenschaftspreis  für Tourismus 2012.  In fünf Kategorien wurde der Nachwuchspreis von Professor Dr. Edgar Kreilkamp überreicht, darunter auch die „Beste Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit im Tourismus“ von Johanna Karoline Krechel von der Universität Leipzig.
Insgesamt wurden 30 Abschlussarbeiten aus ganz Deutschland, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Quelle: Katharina Czech.</em></p>
<p>Die Deutsche Gesellschaft für Tourismuswirtschaft (DGT) verlieh auf der ITB in Berlin den Wissenschaftspreis  für Tourismus 2012.  In fünf Kategorien wurde der Nachwuchspreis von Professor Dr. Edgar Kreilkamp überreicht, darunter auch die „Beste Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit im Tourismus“ von Johanna Karoline Krechel von der Universität Leipzig.</p>
<p>Insgesamt wurden 30 Abschlussarbeiten aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz  eingereicht. Sie durchlaufen ein faires Verfahren: Die Gutachter können das Titelblatt der Arbeiten nicht mehr einsehen. Bewertet wird nach einem transparenten Punktesystem.  Falls es in der Jury Auseinandersetzungen  gibt, wird ein Dritt- oder sogar Viertgutachter hinzugeholt.</p>
<p>„Preisträger sollen einen Preis bekommen“, so Professor Dr. Kreilkamp. Gesa Wicke, die für die Beste Arbeit zum Thema  „Touristische Fachsprache, Medien und Kommunikation“ ausgezeichnet wurde, bekam einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro überreicht. Einen Zweitagestrip nach Berlin für zwei Personen im 4-Sterne Hotel bekam Josef Schmid aus Österreich für seine Masterarbeit in der „Kategorie Beste wissenschaftlich-theoretische Arbeit.“</p>
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		<title>Nach dem Maya-Kalender geht eine Ära zu Ende, aber nicht die Welt</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 14:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Rentmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ITB 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Trends]]></category>
		<category><![CDATA[21.12.2012]]></category>
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		<category><![CDATA[wintersonnenwende]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 21. Dezember geht der Maya-Kalender zu Ende. Gerüchte über das, was dann passiert, gibt es viele. Ein großes Naturereignis ist nicht zu erwarten. Stattdessen zeigen bunte Feste und Zeremonien eine lebendige Mayakultur – lebendig sicherlich noch weitere 5128 Jahre.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Foto: Der Maya-Priester und die Messekoordinatorin von Guatemala auf der ITB Berlin. Quelle: Jana Rentmeister</em></p>
<p><strong>Am 21. Dezember geht der Maya-Kalender zu Ende. Gerüchte über das, was dann passiert, gibt es viele. Ein großes Naturereignis ist nicht zu erwarten. Stattdessen zeigen bunte Feste und Zeremonien eine lebendige Mayakultur – lebendig sicherlich noch weitere 5128 Jahre.</strong></p>
<p>Auf der ITB Berlin, der weltweit größten Tourismusmesse, treffe ich am Guatemala-Stand auf einen Maya-Priester. Genauer gesagt ist er Tagzähler, in seiner Sprache Ajkij, was wohl am besten seine Berufung in der Heimat beschreibt. Er stammt aus Guatemala, ist nicht besonders groß, vielleicht 1,70 Meter. Ich vermute, sein gestreiftes Hemd ist aus seiner Heimat: Vereinzelte Stickereien mit dickem bunten Garn ähneln der Dekoration des Messestandes. Er ist klein, aber kräftig und er wirkt agil in seinen Bewegungen, als würde er tatsächlich oft spirituelle Tänze machen.</p>
<p>Der Mann aus Guatemala ist für mich der Richtige, um die Bedeutung über das Ende des Maya-Kalenders zu ergründen. Viele Gerüchte bestehen: Am 21. Dezember 2012 soll die Welt untergehen. Dass an dem Kalender etwas wahr ist, hatten schon viele astronomische Ereignisse bewiesen, die tatsächlich auftraten: Sonnen- oder Mondfinsternisse beispielsweise. Eine andere Theorie kam mir noch zu Ohren: Die Mayas waren gerade dabei, den Kalender zu schreiben, als plötzlich die Spanier ins Land einfielen. Sie konnten ihre Arbeit einfach nicht zu Ende bringen.</p>
<p>Zugegeben, für mich sind diese bewiesenen astronomischen Phänomene in Kombination mit spiritueller Endzeitphantasie nur nette Esoterik. Ich bin weniger spirituell als dass ich rational denke, wie wahrscheinlich die meisten Menschen in Europa.</p>
<p>Der Mann aus Guatemala lacht. „Sicherlich geht nicht die Welt unter und der Kalender ist auch vollständig“, versichert er. Alle 5128 Jahre endet ein Kalender – und geht am nächsten Tag wieder von vorne los. „Vielleicht wird es für ein bis zwei Tage dunkel &#8230;“</p>
<p>Tatsächlich soll sich die Sonne in den dunklen Graben im Zentrum der Milchstraße bewegen – sie lädt ihre Energie wieder auf und kann uns weitere 5128 Jahre damit versorgen. Sollte das passieren, dann am Tag der Wintersonnenwende – eben am 21. Dezember 2012. Im Maya-Kalender hat jeder Tag eine andere Energie „und wir Menschen stehen in direkter Verbindung dazu.“ Das kann man sich etwa so vorstellen, wie ein Handy, das an das Stromnetz angestöpselt wird – es füllt sich wieder mit neuer Energie, so auch die Sonne.</p>
<p>Der Maya-Kalender gilt als wesentlich präziser als der Gregorianische, den wir hier im Abendland kennen. „Sonne, Venus und Erde werden im Dezember ansatzweise in einer Linie stehen“, erklärt der Maya-Priester und Tagzähler.</p>
<p>Wir sitzen während der Tourismusmesse in Berlin in einem nachgebauten Mayatempel, dieser ist etwa vier Meter hoch und aus Plastik. Die graue Außenwand ist stufig, wie auch die der richtigen Tempel in Guatemala, Mexiko und Belize, die vor tausenden von Jahren gebaut wurden. Von allen vier Himmelsrichtungen kann man bei den originalen Mayabauwerken je 91 Stufen bis zu einer Plattform hinaufsteigen. Von dort haben die Astrologen in die Sterne geschaut und ihre Berechnungen aufgestellt. 91 mal vier plus eins ergibt 365. Ein Zeichen?</p>
<p>Vor dem Übergang in die neue Ära haben die Einwohner Guatemalas keine Angst. Sie planen großartige Feste und Zeremonien, Tänze, und Opfergaben von Schokolade und anderen Süßigkeiten, denn das ist, was die Götter lieben. Außerdem gibt es Alkohol, der die bösen Geister vertreibt. Kerzen werden bei solch einer Zeremonie in alle vier Himmelsrichtungen aufgestellt und die Götter werden vom Maya-Priester angerufen. Im Feuer erkennt der Priester das Wohlwollen der Götter. Die Bewohner freuen sich nicht nur auf die Zeremonien: Festivals und künstlerische Auftritte werden das Bild von einem bunten und spirituellen Land abrunden.</p>
<p>Zeit ist die Leidenschaft der Mayas. Für sie ist sie wiederkehrend, nicht linear wie bei uns Europäern. Unterschiedliche Kalender existieren in der Maya-Welt: Für rituelle Zwecke nutzen sie den Tzolkin-Kalender mit 260 Tagen. 260 ist das Produkt aus den Multiplikatoren 13 und 20. 13 Zahlen und 20 Namen greifen wie unterschiedlich große Zahnräder ineinander – 260 Kombinationsmöglichkeiten gibt es. Dem Haab-Kalender liegt der Umlauf der Sonne um die Erde zugrunde – eine Periode von 365 Tagen. Angenommen, beide Kalender starten am gleichen Tag, ist dieser Anfangspunkt erst wieder nach 52 Jahren erreicht. Die Mayas nennen dies „Kalender Runde“.</p>
<div id="attachment_2227" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.tma-bensberg.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/IMG_0799.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-2227" src="http://www.tma-bensberg.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/IMG_0799-150x150.jpg" alt="Iris Lohrengel ist Reiseleiterin in Guatemala" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Iris Lohrengel ist Reiseleiterin in Guatemala</p></div>
<p>„Jegliche Prophezeiungen, die sich um den 21. Dezember 2012 drehen, basieren auf einem dritten Kalender. Die sogenannte ‚lange Zählung’“, erklärt Iris Lohrengel, die einst als Deutsche nach Guatemala reiste, um dort Spanisch zu lernen und nun dort als Reiseleiterin arbeitet, „begann wahrscheinlich am 11. August 3114 v. Chr.“ Das Ende der Periode von 5128 Jahren ist auf den 21. Dezember diesen Jahres datiert.</p>
<p>Ich bin nur mäßig überrascht, dass die Welt nicht untergehen wird. Stattdessen überrascht und fasziniert mich die Kultur der Mayas, ihre astronomische Wissenschaft, deren Großteil erst vor 30-40 Jahren entschlüsselt wurde. 90 bis 95 Prozent der Inhalte sind heute überliefert.</p>
<p>„Die Welt geht nicht einfach unter, höchstens lassen wir Menschen sie untergehen“, sagt Iris Lohrengel. Für die Zukunft wünscht sie sich eins: „Ich hoffe, das Jahr 2012 ist für die Menschen eine Anregung einmal über den Sinn des Lebens nachzudenken. Der Sinn sollte nicht das eigene Haus und der BMW davor sein. Ich wünsche mir, dass die Menschen die Welt als Geschenk sehen und mehr teilen. Sie sollen ihr Leben so führen, dass sie direkt oder indirekt niemandem schaden.“</p>
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		<title>Reisen mit Risiko &#8211; von der Lust nach Lebensgefahr</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 13:50:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Weyrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ITB 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuerreise]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>

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		<description><![CDATA[Quelle: Marcel Weyrich
Warum es Personen gerade jetzt in Länder wie Libyen treibt und wie das von Destinationen und Reiseveranstaltern ausgenutzt wird, erklärt Touristik-Professor Rainer Hartmann von der Hochschule Bremen. Er erstellte nach jüngsten Entführungen im Frühjahr in Äthiopien eine Typologie abenteuerlustiger Reisender und gibt Tipps, wie man auch risikoarm Abenteuer erleben kann.
Krieg, Verwüstung oder Elend: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Quelle: Marcel Weyrich</em></p>
<p>Warum es Personen gerade jetzt in Länder wie Libyen treibt und wie das von Destinationen und Reiseveranstaltern ausgenutzt wird, erklärt Touristik-Professor Rainer Hartmann von der Hochschule Bremen. Er erstellte nach jüngsten Entführungen im Frühjahr in Äthiopien eine Typologie abenteuerlustiger Reisender und gibt Tipps, wie man auch risikoarm Abenteuer erleben kann.</p>
<p>Krieg, Verwüstung oder Elend: Wenn ein Land mit einem dieser Begriffe in Verbindung gebracht wird, so steigt es bei bestimmten Reiseabenteurern schnell im Kurs. Das gilt aktuell für Libyen. Trotz des Bürgerkrieges, der vor kurzem zu Ende gegangen ist, präsentierte sich Libyen Tourismus auf der ITB Berlin 2012. Khaled Ghellali, Direktor der staatlichen Tourismus-Behörde, bestätigt: &#8220;Klar, wenn man Abenteurer ist, will man natürlich gerade zu uns, Anfragen gibt es momentan sehr viele&#8221;.  Touristen-Visa werden aber nicht ausgestellt. &#8220;Wir wollen zuerst eine Basis schaffen, in der Sicherheit herrscht&#8221;, so Ghellali, um ohne Bedenken Touristen einlassen zu können. Das gehe aber nicht vor den Neuwahlen im Juni, zu riskant sei die Lage momentan. </p>
<p>Dass eine Vorsicht wie die Libyens oft nicht an den Tag gelegt wird, prangert Professor Hartman an. Dabei meint er nicht nur Destinationen, sondern auch Reiseführer und Medien. &#8220;Viele Destinationen informieren nicht oder nur im Kleingedruckten über eventuelle kleine oder große Gefahren&#8221;, so Tourismus-Experte Hartmann. Jemen zum Beispiel präsentiere sich im Internet zu positiv, und weise nicht sehr transparent auf die Entführungsgefahr hin. &#8220;Dort entführt zu werden, ist momentan aber schon recht wahrscheinlich&#8221;, schätzt er. Wenn von einer Stadt eine Warnung bekannt sei, hält das Abenteurer noch lange nicht von einem Jemenbesuch ab. Sie führen trotzdem in den Jemen und umgingen diese Stadt einfach.</p>
<p>Problematisch findet er auch den aktuellen lonely planet-Reiseführer über Eritrea. Dort werde sogar erwähnt, wie wirtschaftlich zerstört das Land und unsicher die Gegend sei. Sobald aber von der unvergleichlichen Schönheit der Landschaft geschrieben werde, entstehe der Eindruck &#8220;es ist alles gefährlich und unsicher aber, boah, Leute, fahrt dorthin&#8221;. Psychologisch begründet Hartmann, dass Gefahren wie Krankheiten als viel größer eingeschätzt werden als Kriege oder Unruhen. Er bezieht sich dabei auf aktuelle Studien der Mondial Versicherungs-AG.</p>
<p><em>Seine Typologie (geschlechtsübergreifend):</em></p>
<p><strong>Der Special-Interest-Reisende<br />
</strong>Er ist Interessiert an Naturphänomenen, aber ein sehr reflektierter Reisender. Er geht keine großen Risiken ein. Er will etwas Besonderes erleben, aber bitte alles geführt und gesichert.</p>
<p><strong>Der unkonventionelle Entdecker<br />
</strong>Er empfindet das Risiko beim Reisen als Teil eines bestimmten Lebensstils. Motive sind in etwa nicht nur, etwas Besonderes erlebt zu haben: Auch Freunden und Kollegen erzählen zu können, wo er war und was er gemacht hat, spielt bei ihm eine Rolle.</p>
<p><strong>Der bewusst risikobereite Abenteurer<br />
</strong>Er sucht die besondere Herausforderung, den Thrill, aber als kontrollierte Grenzerfahrung. Der Marktanteil dieser Gruppe ist sehr gering, dafür ist dieser Typus am ehesten in Ländern wie Lybien in seiner aktuellen Lage vorzufinden.</p>
<p>Wer sicher nach Hause kommen will, kann aber einige Tipps beachten, um einen sicheren Urlaub zu verbringen. &#8220;Als allererstes sollte man die Hinweise des Auswärtigen Amtes beachten&#8221;, rät Hartmann. Die Infos seien immer sehr aktuell und ausgewogen und ein guter Hinweis, ob man überhaupt in ein Land reisen kann. &#8220;Gerade bei den Destinationen, die große Veranstalter vorsichtshalber aus dem Programm genommen haben, tut sich eine Nische auf, die gerne von unseriösen Anbietern genutzt wird&#8221;, erklärt der Experte. Abenteuerurlaub finde meistens sowieso individuell statt, aber wenn Reiseveranstalter wie Studiosus, die für kulturnahe Begegnungen bekannt sind, schon bestimmte Orte nicht mehr anführen, so solle es sich der Individualtourist auch besser noch einmal überlegen.</p>
<p>Khellali von der Tourismus-Behörde träumt davon, dass Touristen eines Tages in Libyen so herumspazieren können, wie es in Europa möglich ist. Auch wenn es ein langer Weg bis dahin scheint: Er glaubt, dass eine neue Regierung darauf setzen wird, alleine wegen der hohen Jugendarbeitslosigkeit. Bald wird sich zeigen, ob Libyen für den Massen-Tourismus interessant , oder das Land für den bewusst risikobereiten Abenteurer bleibt.</p>
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		<title>Weltenbummler, Teppichhändler, Entertainer &#8211; Doug Lansky kann den Beruf Reisejournalist nicht empfehlen</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 09:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Gutekunst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ITB 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Topstories]]></category>
		<category><![CDATA[Doug]]></category>
		<category><![CDATA[Doug Lansky]]></category>
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		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
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		<category><![CDATA[Reisejournalist]]></category>

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		<description><![CDATA[„Die größten Fehler im Tourismusmarketing ... und was wir von ihnen lernen können” ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Die größten Fehler im Tourismusmarketing &#8230; und was wir von ihnen lernen können” – über dieses Thema sprach Doug Lansky auf der ITB Berlin 2012. Bekannt wurde der 40-Jährige als Reisejournalist. Er war in den letzten 20 Jahren in über 120 Ländern unterwegs und schrieb für Zeitungen und Magazine wie die Huffington Post und National Geographic. Auch bei Reiseführern wie Lonely Planet und Rough Guides war er als Autor beteiligt. Mittlerweile ist Doug Lansky vor allem als Redner erfolgreich und sorgt mit seinen unterhaltsamen Präsentationen für ausverkaufte Säle. Auch an Universitäten ist er als Dozent tätig und lehrt dort seine Art des Reisens. Wie er zum Reisejournalismus kam, warum dieser Beruf keine Zukunft hat und wie er eine Alternative für sich gefunden hat, erzählte er im Interview mit Young Press.</em></p>
<p><em>Miriam Gutekunst:</em> Was warst du zuerst – Journalist oder Reisender?</p>
<p><strong>Doug Lansky:</strong> Das ist eine gute Frage. Eigentlich war ich zuerst Reisender. Aber ich schrieb schon während der Highschool. Ich arbeitete damals bei einer Zeitung. Dann reiste ich das erste Mal und übernahm den Schreibstil, den ich während dieser Zeit gelernt hatte.  </p>
<p><em>Miriam Gutekunst:</em> Was war deine erste Reise?</p>
<p><strong>Doug Lansky:</strong> Das kommt darauf an, was man als Reise versteht. Ich denke das erste Mal, dass ich das Gefühl hatte gereist zu sein, war, als ich 20, 21 war. Ich studierte damals für sechs Monate in London und den Sommer nutzte ich, um mit dem Zug durch Europa zu fahren. Reisen ist wie Ski fahren: Du beginnst am Anfängerhügel und wagst nach und nach immer schwierigere Pisten. Nach zwei Monaten in Europa war ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und landete in Marokko. Ich habe damals in Marrakesch Teppiche verkauft. Da springt wirklich viel Geld heraus.</p>
<p><em>Miriam Gutekunst:</em> Wie bist du denn dazu gekommen, Teppiche zu verkaufen?</p>
<p><strong>Doug Lansky: </strong>Eigentlich habe ich sie nicht wirklich verkauft. Ich hatte im Zug zwei Marokkaner kennengelernt, die ein Teppichgeschäft hatten. Ich bot ihnen an, an die touristischen Plätze zu gehen und dort Kunden zu werben. Ich bin also auf Touristen zugegangen und habe ihnen gesagt: Wenn Sie noch nie in einem Teppichgeschäft waren, müssen sie das unbedingt noch nachholen. Ob heute oder morgen, lassen Sie mich das einfach wissen. Ich bin hier. Ich habe sie dann zu dem Laden geführt und wenn sie fertig waren mit Verhandlungen und Tee trinken, haben sie mir Bescheid gegeben und ich habe sie zurückgeführt. Das war mein Job. Und ich bekam für jeden Touristen Provision.</p>
<p><em>Miriam Gutekunst:</em> Also hast du in Marokko ziemlich schnell die Seiten gewechselt!</p>
<p><strong>Doug Lansky:</strong> Also ich war bei jedem Geschäft ehrlich mit den Leuten. Ich habe gesagt, dass ich etwas verkaufe und damit Geld verdiene. Ich habe nichts versteckt. Aber du hast Recht, ich wurde vom Touristen zum Teppichverkäufer. Und ich habe ziemlich gutes Geld gemacht.</p>
<p><em>Miriam Gutekunst:</em> Als Nachwuchsjournalistin würde mich interessieren, ist es möglich vom Reisejournalismus zu leben?</p>
<p><strong>Doug Lansky: </strong>Es kommt darauf an, was du willst. Es gibt nicht viele Reisejournalisten, die einen besonders hohen Lebensstandard haben. Ich hatte lange Zeit wirklich wenig Geld. Aber heutzutage ist es eigentlich einfacher als je zuvor Reisejournalist zu sein. In Zeiten von Twitter und Blogs kannst du auf eigene Faust über deine Reisen schreiben. Du kannst das machen ohne auf Verlage angewiesen zu sein. Just do it. Veröffentlichungen haben heutzutage keinen Anreiz mehr. In den USA zahlen sie so wenig für einen Beitrag, denn jedermann bloggt und macht es umsonst. Es gibt also keinen Anreiz mehr zu veröffentlichen. Wenn hunderttausend Menschen deine Twittereinträge verfolgen, dann kommen Verlage von selbst auf dich zu und fragen an, ob du für sie schreiben würdest. Sie setzen darauf, dass du den Artikel über Twitter publik machst und deine <em>Follower</em> das lesen. Die Anzahl der Twitter Follower ist die Währung.</p>
<p><em>Miriam Gutekunst: </em>Machst du deine Arbeit als Redner und Dozent also einfach aus finanziellen Gründen oder auch aus Leidenschaft?</p>
<p><strong>Doug Lansky:</strong> Beides. Es zahlt sich schon aus. Das Problem ist, dass meine Begeisterung für Reisejournalismus nachgelassen hat, weil immer und immer wieder die gleichen langweiligen Geschichten gewünscht sind. Das habe ich lange Zeit gemacht. Die Vorträge über das Reisen machen dagegen einfach Spaß. Es macht Spaß auf der Bühne zu stehen. Aber auch wenn ich als Dozent Studenten unterrichte. Wenn ich danach in ihren Augen sehe:  Wow, ich kann jetzt auf Reisen gehen. Ich kann es und zwar auf eine andere Art und Weise und ich werde Einheimische treffen. Ich habe das Gefühl, dass ich bei diesen Studenten etwas bewegen kann. Auch wenn es nur ein paar wenige Menschen sind, es fühlt sich wichtig an. Der Reisejournalismus fühlt sich viel weniger wichtig an.</p>
<p><em>Miriam Gutekunst:</em> Welche Eigenschaften sollte jemand haben, der Reisejournalist werden möchte?</p>
<p><strong>Doug Lansky:</strong> Er sollte unabhängig und wohlhabend sein. Du musst nette Eltern oder genug Geld haben, um davon leben zu können.</p>
<p><em>Miriam Gutekunst:</em> Hattest du diese Eigenschaften?</p>
<p><strong>Doug Lansky:</strong> Ja, ich hatte Geld. Meine Großmutter ist gestorben als ich die Universität abschloss und sie hat mir Geld hinterlassen. Meine Mutter meinte, ich soll mir ein Auto, eine Wohnung und schöne Kleidung kaufen und mir dann einen Job suchen. Ich sagte: Auf keinen Fall! Also ging ich auf Reisen, weil ich die finanziellen Mittel dazu hatte. Aber ich hatte auch während der Reisen Jobs und arbeitete die ganze Zeit. Deswegen hatte ich bei meiner Rückkehr immer noch Geld und konnte es mir leisten weiter als Reisejournalist zu arbeiten. Du musst eben von etwas leben. Ich hatte versucht vor allem in Länder zu reisen, in denen die Lebenshaltungskosten niedrig sind. Aber du musst ja auch immer wieder zurück nach Hause, irgendwohin, wo es eine gute Internetverbindung gibt. Um Leute zu finden, die dich unterstützen und dir bei der technischen Umsetzung helfen. Man muss Zeit und Geld investieren.  Außerdem sind Leidenschaft  und einfach Talent wichtige Voraussetzungen. Du musst richtig gut darin sein. Man muss sich durch etwas Einzigartiges auszeichnen, durch eine besondere, persönliche Sichtweise. Es gibt keinen richtigen Weg. Du musst deinen eigenen Weg finden. Wenn du den gleichen Weg wie ich gehen würdest, würdest du wahrscheinlich scheitern.</p>
<p><em>Miriam Gutekunst:</em> Immer mehr Journalisten, vor allem Reisejournalisten, arbeiten sowohl im Journalismus als auch in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Was hältst du von dieser Entwicklung?</p>
<p><strong>Doug Lansky:</strong> Ich finde es nicht gut. Ich denke das ist wie die Kirche im Staat und das muss getrennt sein. Ich gehe diesen Weg nicht. Aber ich kenne viele Leute, die es tun. Die meisten arbeiten für beide Seiten.</p>
<p><em>Miriam Gutekunst:</em> Aber was ist mit deiner Arbeit beim Scandinavian Airlines Inflight Magazin? War das etwa keine PR?</p>
<p><strong>Doug Lansky:</strong> Nein, das war etwas anderes. Ich war damals Reiseredakteur. Der Chefredakteur hat nie verlangt, dass die Autoren nach den Wünschen der Airline schreiben. Ein Grund, warum ich irgendwann gekündigt habe, war, dass sich das geändert hat. Sie gaben plötzlich vor über welche Orte wir berichten sollen und da kam ich ins Zweifeln, denn die Airline flog genau diese Orte an. Also war es Zeit zu gehen.</p>
<p><em>Miriam Gutekunst:</em> Noch eine letzte Frage: Was wird deine nächste Geschichte sein?</p>
<p><strong>Doug Lansky:</strong> Ich bringe gerade vier Bücher zu Ende. Zwei davon aktualisiere ich nur. Außerdem bringe ich ein kleines, lustiges Buch heraus, ein Geschenkbuch voll mit kitschigen Souvenirs. Ansonsten schreibe ich immer wieder kleine Reisegeschichten. Wenn ein befreundeter Redakteur mich anfragt etwas zu schreiben, dann mache ich das gerne und gehe wieder auf Reisen.</p>
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		<title>Interrail: Seit 40 Jahren mit der Bahn durch Europa</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 17:01:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Sauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Klassiker hat Geburtstag: Vor 40 Jahren sind die ersten Jugendlichen mit Interrail durch Europa gereist. Aber ist das Bahn-Angebot angesichts der Konkurrenz durch Billigflieger überhaupt noch zeitgemäß?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Quelle: Deutsche Bahn</em></p>
<p>Ein Klassiker hat Geburtstag: Vor 40 Jahren sind die ersten Jugendlichen mit Interrail durch Europa gereist. Aber ist das Bahn-Angebot angesichts der Konkurrenz durch Billigflieger überhaupt noch zeitgemäß? Die europäischen Bahnen sind davon überzeugt und haben das Interrail-System 2010 reformiert. Und das Erlebnis Bahnreise lässt sich ohnehin durch keinen Flug ersetzen.</p>
<p>Wer 1972 von Deutschland ans Mittelmeer fahren wollte und kein Auto hatte, dem blieb kaum etwas anderes übrig, als die Bahn zu nehmen. Flugtickets waren unerschwinglich, höchstens trampen war noch eine Alternative. Heute ist das anders: Ryanair und Easyjet fliegen im Akkord sonnenhungrige Nordeuropäer an die Strände des Südens. Harte Zeiten für das Interrail-Angebot der europäischen Bahnen, könnte man meinen.</p>
<p>Doch die Bahnunternehmen haben das Interrail-Angebot dem Reiseverhalten angepasst. Wer schnell mit dem Flugzeug an den Ferienort fliegen und dann vor Ort mit der Bahn weiterreisen will, kann einen Länderpass kaufen, der nur in einem Land freie Fahrt erlaubt. Daneben bieten die Bahnen den Globalpass an, der in allen 30 europäischen Interrail-Ländern für die meisten Züge gültig ist. Diese Pässe sprechen eher die klassischen Interrailer an, die komplett mit dem Zug verreisen wollen. Im vergangenen Jahr waren das die meisten Kunden: Von den rund 236.000 verkauften Interrail-Pässen waren rund zwei Drittel Globalpässe. Auch die Globalpässe gelten allerdings nur im Ausland – Hin- und Rückfahrt zum ersten Bahnhof hinter der Grenze müssen extra bezahlt werden.</p>
<p>Darüber hinaus versuchen die Bahnen seit einigen Jahren für Interrail neue Kundengruppen zu gewinnen. War das Interrail-Angebot 1972 noch als ein auf neun Monate befristetes Spezialangebot konzipiert, das nur Jugendliche unter 21 Jahren in Anspruch nehmen konnten, gibt es heute Interrail-Angebote für alle Altersgruppen, auch zum Beispiel für Senioren. Gerade die seien heute viel mobiler als früher, meint Andreas Fuhrmann, Sprecher der Deutschen Bahn. „Wer vor vierzig Jahren schon mit Interrail gereist ist, will vielleicht heute nochmal eine Tour machen“, sagt er. Zur Not auf dem Gang zu schlafen sei dann allerdings nicht mehr jedermanns Sache. Deshalb können Reisende Interrail auch erster Klasse buchen.</p>
<p>Erster Klasse bleiben allerdings wahrscheinlich gerade jene Abenteuer auf der Strecke, die Interrail-Reisen unverwechselbar machen. Als 24-jähriger Student fuhr zum Beispiel Alexander Mahler mit Interrail von Straßburg durch die Schweiz und Österreich nach Budapest, Belgrad, Sarajevo und Zagreb – eine Reise, die ihn bis heute beeindruckt. „Wer fliegt, steigt in einem anonymen Flughafen in eine abgeschottete Kabine und wird an einem anderen Ort plötzlich wieder ausgespuckt. Mit der Bahn erlebt man die Reise viel intensiver, man erfährt sie mit dem Zug buchstäblich“, sagt er. Die Fahrt von Zagreb nach Sarajevo, an sich nicht besonders lang, habe sich für ihn wie eine kleine Weltreise angefühlt. „Drei Mal werden die Pässe kontrolliert, von böse guckenden, sowjetisch wirkenden Beamten“, erzählt er. Vor dem Fenster veränderte sich derweil die Landschaft, und im Abteil fuhren Menschen mit, die aus den jeweiligen Regionen stammten. „Das ist spannender, als zigtausend Kilometer mit dem Flugzeug zu reisen“, sagt er.</p>
<p>Erfahrungen, die in den vergangenen vierzig Jahren knapp acht Millionen Interrailer machten – und die heute so aktuell sind wie damals.</p>
<p><strong>Preisinfo</strong>:</p>
<p>Globalpässe sind in allen Interrail-Ländern außer dem Heimatland gültig. Der günstigste Globalpass ist innerhalb einer Reisezeit von zehn Tagen an fünf Tagen gültig. Er kostet für Jugendliche (bis 25 Jahre) ab 175 Euro, für Erwachsende ab 267 Euro und für Senioren ab 241 Euro. Der Globalpass erster Klasse kostet 409 Euro für Erwachsene und 369 Euro für Senioren. Jugendliche können keinen Globalpreis erster Klasse kaufen.  Der teuerste Globalpass, gültig einen Monat lang, kostet zwischen 429 Euro für Jugendliche und 977 Euro für Erwachsene in der ersten Klasse.</p>
<p>Länderpässe kosten je nach Land und Reisedauer zwischen 36 Euro (3 Tage in Bulgarien, Mazedonien, Serbien und der Türkei) und 211 Euro (8 Tage in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien für Jugendliche. Erwachsene zahlen in der zweiten Klasse zwischen 56 Euro und 319 Euro, die erste Klasse kostet zwischen 86 Euro und 489 Euro. Ein Seniorenangebot wie bei den Globalpässen gibt es bei den Länderpässen nicht.</p>
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