Halle Archiv

Action, Spaß und Spannung

Foto: Halle Trends und Events. Quelle: Myriel Camp.

Die ITB Berlin 2011 kann eine sportliche Herausforderung sein. Zumindest in der Halle 4.1. des Messegeländes.

Der Gurt wird angelegt und rauf geht es den etwa 10 Meter hohen Kletterfelsen. Oder versucht man sich doch lieber auf einem Surfboard beim Wellenreiten? Definitiv eines der Favoriten, zumindest die lange Schlange der geduldig wartenden Menschen davor deutet darauf hin.

Geschick und Balance sind gefragt, wagt man sich auf die Slag Line, ein gespanntes, elastisches Seil über dem Boden. Die reinste Wackelpartie – und auch für Zuschauer sehr amüsant. Ziemlich komisch sieht das aus, wenn die Wagemutigen um kostbare Sekunden auf dem Seil kämpfen.

Wer nicht mit ganzem Körpereinsatz dabei sein möchte, der kann Sport im „kleinen Rahmen“ machen: Minigolf und Skateboarding als Fingerakrobatik. Und mit etwas Glück lässt sich beim Glücksrad auch noch ein kleiner Gewinn abstauben. Für die Ruhepause zwischendurch bieten sich einzelne Konzerte und Vorführungen aus verschiedenen Kulturen an. Halle 4.1: Definitiv eine aktionsgeladene Halle, ein großer Spielplatz für groß und klein.

Wer sich darüber hinaus noch über spannende Reiseangebote insbesondere für junge Leute informieren möchte, der kann sich von den zahlreichen Hostel- und Abenteuerveranstalter schon mal gedanklich mitnehmen lassen auf die große Reise.

In Asien zur Ruhe kommen

Foto: Halle 26-Asien. Quelle: Myriel Camp

Ein riesiges gelbes Schild mit der Aufschrift „26-Asien“: Dieser Hinweis ist jedoch überflüssig,  denn bereits von weitem steigt einem der Duft von asiatischen Köstlichkeiten in die Nase. Kein Wunder. Noch bevor man die Halle 26 wirklich betreten hat verleiten gleich zwei asiatische Essenstände, ein Thailänder und ein Japaner, dazu, einen zweiten Mittagssnack zu sich zu nehmen.

Einmal angekommen, stellt sich ganz unbewusst der Entspannungsmodus ein. Die Asienhalle ist keine Durchgangshalle wie die meisten Hallen der ITB. Besucher kommen allein aus dem Grund, Asien zu besuchen. Das spiegelt sich in ihrer Gelassenheit wieder. Die Leute laufen langsamer, schlendern häufig sogar und sind nicht hektisch auf dem Weg von einem Termin zum nächsten, wie in anderen Hallen, in denen man sich zwischen gehetzten Besuchern durchschlängeln muss.

Ruhig geht es in Asien allerdings nicht zu. Im Gegenteil: viele Besucher, viel Gewusel, viele Geräusche, viel Gelächter, viele fremde exotische Sprachen. Hat man sich eventuell in Thailands Metropole Bangkok verirrt? Eins ist zumindest spürbar: Die Halle Asien repräsentiert nicht nur Asien, sie lebt es auch.

Besucher fühlen sich in der Halle wohl. „Die Halle vermittelt  asiatische Mentalität“, „Die Menschen an den Ständen strahlen Wärme und Offenheit aus und sind nicht nur unter sich, wie es in einigen anderen Hallen der Fall ist“, so die Kommentare einiger Gäste. Genügend Sitzmöglichkeiten zum Verweilen , zum Lauschen der asiatischen Musik, Bestaunen der thailändischen Boxer oder Bewundern der farbenfrohen traditionellen Kleidung der Asiaten.

Obwohl laut einigen Ausstellern dieses Jahr weniger Gäste die Asienhalle besuchten als im vergangenen Jahr, ist sie trotzdem voller Leben.