Ausgabe 11 / 2007 | 23. November 2007 | www.tma-bensberg.de

Kritischer Blick hinter
die Kulissen

Presseworkshop YoungPress berichtet von der YOU Berlin 2007

Zwischen Inspiration und Konstruktion
Einblicke in die Komponisten-Werkstatt

Von Zeit zu Zeit
Festlicher Jahreswechsel 2007/2008 in Bensberg

„Der Sport kann nicht das erreichen, was die Politik bisher nicht geschafft hat“.
Michael Vesper bei der Tagung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg zu den Olympischen Sommerspielen 2008 in China

Vernunft und Glaube
Impuls beim Akademie-Seminar: Zeitgenössische Philosophen gründen Arbeitskreis

Konflikte lösen ohne Streit
Thomas-Morus-Akademie veranstaltet Streitschlichtungskongress vom 30. November bis 2. Dezember 2007 (Fr.-So.)

„Ich werde still sein; doch mein Lied geht weiter“
Tagung zum 100. Geburtstag der Lyrikerin Mascha Kaléko

„Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt ...“
Musikalisch-theologische Besinnungstage vor Weihnachten 18. bis 20. Dezember 2007 (Di.-Do.)

Unter Olivenbäumen
Eine andere Kulturgeschichte Kretas


„Der Sport kann nicht das erreichen, was die Politik bisher nicht geschafft hat“.
Michael Vesper bei der Tagung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg zu den Olympischen Sommerspielen 2008 in China


Auf die Frage nach der Rolle des Themas Menschenrechte bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in China meinte Dr. Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes, am 16.11.2007 in Bensberg: „Der Sport kann nicht das erreichen, was die Politik bisher nicht geschafft hat.“ Die Olympiade müsse als ein großartiges völker- verbindendes Sportfest ansehen werden, bei dem Deutschland mit 450 Sportlerinnen und Sportlern vertreten sei. Allein 25.000 Journalisten werden sich während der Olympischen Sommerspiele auf Grund ihrer Akkreditierung in dieser Zeit frei in dem Land bewegen dürfen. Diese Bedingung habe die chinesische Regierung akzeptieren müssen. Im übrigen würden die Forderungen der Menschenrechtsgruppen ihre Wirkungen nicht verfehlen. „Es sind Prozesse, die dauern. Die Öffnung wird sich langfristig auswirken. Sie ist wie ein ‚schleichendes Gift’, das sich langfristig positiv für die Menschenrechtsaktivisten auswirkt." Ein Boykott hingegen, wie ihn einzelne Menschenrechtsgruppen fordern, schade letztendlich aber nicht nur den Sportlerinnen und Sportlern, die sich auf den Wettbewerb freuen, sondern sie verhindern auch den Austausch unter den Menschen. Vesper verwies auf den Beschluss des Deutschen Olympischen Sportbundes vom 22. Mai 2007, nach dem der Sport die Verantwortung spürt und akzeptiert, die er auch in elementaren humanitären Fragen hat.


Kritischer Blick hinter die Kulissen
Presseworkshop YoungPress berichtet von der Jugendmesse YOU Berlin 2007


Recherche im Lärm der Messehallen, konzentriertes Schreiben in der Stille des Redaktionsraums. Die Teilnehmer des Presseworkshops „YoungPress“ sitzen über die Tastaturen gebeugt, tippen ihre Berichte über Europas größte Jugendmesse YOU Berlin. Drei Tage lang tobt das Mega-Event durch die Berliner Messehallen, präsentiert Trends aus Musik und Sport, Stars von Morgen, neue Produkte, Internetangebote und Lifestyle-Accessoires. Rund 170.000 junge Menschen kommen jährlich nach Berlin, um auf dem Messegelände ihre Stars zu sehen, sich über Neuheiten zu informieren, Trendsportarten und Produkte auszuprobieren. Die YOU Berlin spiegelt wider, was die Konsummärkte der jüngsten Käufer von heute und morgen erwarten.
„YoungPress“ , der Presseworkshop der Thomas-Morus-Akademie, bot jungen Journalistinnen und Journalisten mit erster Redaktionserfahrung die Möglichkeit, eigenständig Themen in einem journalistisch schwierigen Umfeld zu recherchieren. Die Texte wurden von professionellen Journalisten gegengelesen und korrigiert, so dass die Teilnehmer von Tag zu Tag mehr Schreiberfahrung sammeln konnten. Die Berichte von „YoungPress“ bildeten den täglichen Presse-Service der Messe, der an mehrere tausend Redaktionen in ganz Deutschland versendet wird. Außerdem ist er im Internet veröffentlicht:
Pressemitteilungen von „YoungPress“ auf you.de


Vernunft und Glaube
Impuls beim Akademie-Seminar: Zeitgenössische Philosophen gründen Arbeitskreis


Philosophieren auf hohem Niveau: Spätestens seit der Regensburger Rede Papst Benedikts XVI. ist die Frage nach dem Verhältnis von Glaube und Vernunft verstärkt in den Blickpunkt der öffentlichen Diskussion gerückt. Was kann der aufgeklärte, nach rationalen Maßstäben handelnde und denkende Mensch glauben? Welche Antworten lassen sich aus der Perspektive der Philosophie auf diese Frage formulieren? Mit einer international besetzten Studienkonferenz ging die Thomas-Morus-Akademie im November dem Spannungsverhältnis von Philosophie und Religion nach.
Zwölf Philosophen aus vier Ländern diskutierten verschiedene Themenfelder, auf denen ihre Verhältnisbestimmung eine Rolle spielt: die Metaphysik, die Anthropologie und die Weisheitslehre. Sie fragten, wie den philosophischen und Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen sei. Zwei Tage sind wenig Zeit für ein großes philosophisches Thema mit derart aktuellem Bezug: Spontan vereinbarten die Philosophen am Ende des Seminars, einen Arbeitskreis zu gründen, der sich ab dem kommenden Jahr regelmäßig mit verschiedenen Themen befasst, die im Spannungsfeld von Vernunft und Glaube liegen.


Zwischen Inspiration und Konstruktion
Einblicke in die Komponisten-Werkstatt


Haben Sie schon einmal einem Komponisten in die Arbeit geschaut? In der Thomas-Morus-Akademie hätten Sie am 3. November dazu die Gelegenheit gehabt. Wie funktioniert eigentlich Komponieren? Wie entstehen Meisterwerke und was macht ein Meisterwerk wirklich aus? Wie haben Komponisten des Barock und der Klassik komponiert – wie ein Komponist heute? Fragen, die der Komponist und Pianist Roland Vossebrecker in einem Seminar mit der Thomas-Morus-Akademie behandelte. Er nahm die Teilnehmer mit auf eine interessante Expedition in die Welt der Noten, Takte, Rhythmen und Melodien. Neugierig machte auch der Versuch, gute Kompositionen noch zu verbessern – was sich bei den Klassikern der Klavierliteratur als ziemlich unmöglich herausstellte. Den Abschluss des Seminars bildete ein Konzert von Roland Vossebrecker mit seinem eigenen Werk, dem „Klavierbuch 2004“.


Konflikte lösen ohne Streit
Thomas-Morus-Akademie veranstaltet Streitschlichtungskongress vom 30. November bis 2. Dezember 2007 (Fr.-So.)


180 jugendliche Streitschlichter, rund 40 Lehrerinnen und Lehrer sowie Sozialpädagogen werden vom 30. November bis 2. Dezember 2007 zum 5. bundesweiten Streitschlichtungskongress erwartet. Am Kongress nehmen Schülerinnen und Schüler von 45 Schulen aus allen Bundesländern und Schulformen der Sekundarstufe teil. Erstmals eingeladen sind auch Schulen aus den europäischen Nachbarländern. Alles in allem werden etwa 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Lehrer sowie Trainer dabei sein. Veranstalter sind der Bund für Soziale Verteidigung, die Stiftung Mitarbeit, das Bildungswerk Umbruch und die Thomas-Morus-Akademie Bensberg. Der Kongress wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Er findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Streitschlichtungsprojekte gibt es mittlerweile an sehr vielen Schulen. Ziel des Kongresses ist es zum einen, ein attraktives Qualifizierungsangebot für die Schülerinnen und Schüler zu spezifischen Fragen aus ihrer Schlichtungspraxis bereit zu stellen. Zum anderen soll der Kongress auch einen breiten Austausch über „Best-Practice-Ansätze“ über Ländergrenzen hinweg fördern, und nicht zuletzt ist er ein Dankeschön an die vielen Engagierten in den Streitschlichtungsprojekten, die einen alltäglichen und verlässlichen Beitrag zur Konfliktlösungskultur in den Schulen leisten. Einen spannenden und weiterführenden Austausch erwarten die Veranstalter deshalb insbesondere über die verschiedenen Modelle von Streitschlichtung in Schulen. Die Workshops für die Schülerinnen und Schüler werden jeweils von einem Trainingsteam aus einem erwachsenem Trainer und einem jugendlichen Streitschlichter geleitet. Zudem gibt es ein gesondertes Angebot für die begleitenden Lehrkräfte.
www.streitschlichtungskongress.de


„Ich werde still sein; doch mein Lied geht weiter“
Tagung zum 100. Geburtstag der Lyrikerin Mascha Kaléko
8. Dezember 2007 (Sa.)


Thomas Mann und Hermann Hesse feierten sie als Dichterin der Großstadt. Mit ihrer heiter-melancholischen „Alltagslyrik“ im Stile Erich Kästners erlangte Mascha Kaléko (1907-1975) im Berlin der dreißiger Jahre literarischen Ruhm. In schnörkellos einfacher Sprache schildert sie die Welt der kleinen Leute, erfasst ebenso humorvoll wie nachdenklich die Tücken und Freuden ihres täglichen Lebens. Ihre Biographie spiegelt ein typisches deutsch-jüdisches Frauenschicksal der Zeit: Emigration, Entwurzelung, Isolation im Exil blieben ihr nicht erspart. Dem Lebensweg der Lyrikerin folgt die Thomas-Morus-Akademie Bensberg am Samstag, 8. Dezember 2007, in einer Offenen Akademietagung.
Offene Akademietagung: „Ich werde still sein; doch mein Lied geht weiter“


„Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt ...“
Musikalisch-theologische Besinnungstage vor Weihnachten
18. bis 20. Dezember 2007 (Di.-Do.)


Seit dem Gesang der Engel auf den Feldern Bethlehems hat das Geheimnis der Menschwerdung Gottes in der Musik aller Zeiten einen großen Widerhall gefunden. In welcher Weise verleiht die Liturgie der Kirche mit ihren Hymnen und Gesängen diesem Geschehen Klang? Welche Akzente setzen die großen Komponisten in ihren Vertonungen der Ereignisse der Geburt Jesu? In welchen Klangfarben zeichnen die Kantaten, Oratorien und Symphonien, die dem Weihnachtsgeschehen gewidmet sind, den Beginn unserer Erlösung? Zu einer theologisch inspirierten, musikalischen Einkehr vor Weihnachten lädt die Thomas-Morus-Akademie vom 18. bis 20. Dezember 2007 nach Bensberg ein.
Besinnungstage vor Weihnachten: „Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt ...“


Jahreswechsel in der Thomas-Morus-Akademie


Von Zeit zu Zeit
Festlicher Jahreswechsel 2007/2008 in Bensberg
27. Dezember 2007 bis 1. Januar 2008 (Do.-Di.)

Mal vergeht sie wie im Fluge, ein anderes Mal ziehen sich Tage und Stunden dahin. Mal erfahren wir sie als einen einzigen Augenblick des Glücks, ein anderes Mal als unerträgliche Dauer. – Was ist die Zeit? Wie erleben wir sie – heute? Wie möchten wir sie erleben?
Die Zeit – unermesslich ist sie in der Jugend. Mit zunehmendem Alter scheint sie schneller zu vergehen, tut es faktisch aber nicht. Zeit bleibt Zeit. Was sich ändert, ist die innere Wahrnehmung von Zeit.
Erinnerung, Vergänglichkeit, der gelungene Augenblick, die Hoffnung und das, was bleibt – sie alle tragen das Zeichen der Zeit. Das Reden, das Nachdenken über die Zeit braucht Zeit. Nur Langsamkeit ermöglicht tiefgründige Einblicke. Besonders der Jahreswechsel lädt ein, darüber nachzudenken, dem nachzugehen, was wir Zeit nennen. Was sagen Philosophen, Theologen, Dichterinnen und Dichter über die Zeit? Wie drücken Künstler, Komponisten und Musiker das Zeitgefühl aus? Zu Beginn eines neuen Abschnitts in der Zeitzählung, zum Wechsel des alten ins neue Jahr, entführt die Thomas-Morus-Akademie zu einer Suche nach der Zeit – auch der „verlorenen Zeit“. In ruhiger, festlicher Atmosphäre und mit einem anregenden Programm ist Zeit, Momente erfüllter Zeit zu erahnen, zu erleben; den Ausklang des alten und den Beginn des neuen Jahres zu feiern.
Festlicher Jahreswechsel 2007/2008 in Bensberg: Von Zeit zu Zeit


Unter Olivenbäumen
Eine andere Kulturgeschichte Kretas
27. Dezember 2007 bis 3. Januar 2008 (Do.-Do.)

Der griechischen Sage nach war er ein Geschenk der Göttin Athene an die Menschen: Der Ölbaum. Für Ägypter, Phönizier, Griechen und Römer waren seine Früchte Wirtschaftsgut, Lebensmittel, Kosmetikartikel und Medikament. Wie kaum eine andere Frucht bestimmt die Olive bis heute das Leben der Menschen im Mittelmeerraum, so auch auf Kreta. Olivenhaine prägen hier viele Landstriche. Und: Winterzeit ist Erntezeit! Die Thomas-Morus-Akademie lädt daher ein, den Jahreswechsel auf Kreta zu verbringen, mehr über die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Olive zu erfahren und ein wenig bei der Ernte mitzuhelfen. Informationen und kulturhistorische Exkursionen zur wechselvollen Geschichte der „Insel Europas“ werden nicht zu kurz kommen. Die Mithilfe bei der Olivenernte kann auf verschiedene Weisen erfolgen – je nach Tatkraft und persönlichen Möglichkeiten. Als Gastgeschenk erhält jeder Teilnehmer fünf Liter Olivenöl bester Qualität.
Ferienakademie: Unter Olivenbäumen

Übrigens:
Kennen Sie Kolleginnen und Kollegen, Bekannte oder Freunde, die auch Interesse an den Programmen der Thomas-Morus-Akademie haben? Dann geben Sie diese Informationen gerne weiter!


Abonnement
Ihre Einstellungen für diesen Newsletter können Sie hier ändern: http://www.tma-bensberg.de/kontakt/newsletter.php. Wir speichern Ihre Daten ausschließlich für die Zwecke der Thomas-Morus-Akademie und geben sie nicht an Dritte weiter.


Herausgeber: Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Redaktion: Dr. Wolfgang Isenberg, Akademiedirektor (VisdP), Thorsten Malessa
Overather Straße 51-53
51429 Bergisch Gladbach
Telefon 0 22 04 - 40 84 72
Fax 0 22 04 - 40 84 20
www.tma-bensberg.de
akademie@tma-bensberg.de

Haftungshinweis
Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.