Ausgabe 3/2008 | 26. Februar 2008 | www.tma-bensberg.de

„Wir möchten uns verändern“
21 neue Tandems unterwegs

Den Schritt ins Ausland vorbereiten
1.700 junge Leute informieren sich auf Kölner Bildungsbörse

Zwei neue Veröffentlichungen
Kirchenführungen als pastorale Chance

Absturz und Zwielicht – 50 Jahre „La Chute“ von Albert Camus


Geistlos? – Kunstlos?
Symposion zum Verhältnis von Kunst und Spiritualität

Zukunft gestalten
Die Pfarrgemeinden im Erzbistum Köln

Die Wahrheit des Mythos
Zur Wiederkehr eines alten, lebendigen Weltbildes

Wenn Sie Probleme mit der Anzeige des Newsletters haben, klicken Sie bitt hier.


[anrede] [titel] [vorname] [nachname],

für den Einstieg und das Fortkommen im Beruf gewinnen zwei Voraussetzungen immer mehr an Bedeutung: Funktionierende Netzwerke und berufliche Auslandserfahrung. In beiden Bereichen bietet die Thomas-Morus-Akademie Chancen für junge Menschen: Soeben ist die zweite Phase des Mentoring-Programms im Projekt „NetWork.21“ angelaufen, in dem berufserfahrene Mentoren jungen Einsteigerinnen und Einsteigern mit Tipps und Kontakten weiterhelfen. Und die Bildungsmesse „Wege ins Ausland“ hat erneut über 1.700 Schülern und Studierenden Möglichkeiten und Rahmenbedingungen eines Auslandaufenthaltes näher gebracht.

Mit der Zukunft der Pfarrgemeinden im Erzbistum Köln und der seelsorglichen Situation in Zeiten von Stellenabbau und Strukturreformen beschäftigt sich ein Diözesantag im April – Sie sind herzlich eingeladen, mizudiskutieren!

Außerdem liegen zwei neue Publikationen der Akademie druckfrisch vor: Das Bensberger Protokoll 109 „Absturz und Zwielicht“ beschäftigt sich mit der Bedeutung von Albert Camus´ Werk „Der Fall“, die Nummer 110 mit Kirchenführungen als pastoraler Chance.

Herzliche Grüße aus Bensberg
Ihr
Dr. Wolfgang Isenberg
- Akademiedirektor -


„Wir möchten uns verändern“
Projekt NetWork21: Neue Tandems unterwegs


Ende Januar 2008 fand die offizielle Auftaktveranstaltung statt: Seither sind wieder 21 Mentorinnen und Mentoren damit befasst, ebenso viele Mentees bei ihrem Start ins Berufsleben zu begleiten. Wenn ihr gemeinsamer Weg so erfolgreich wird, wie die Stimmung beim Start gut war, kann die zweite Staffel des Projekts NetWork.21 der Thomas-Morus-Akademie viel erreichen.

Die neuen „Spielorte“ von NetWork.21 heißen etwa Aachen und Berlin, Lübeck und Schwabmünchen, und dazwischen liegen noch eine Menge anderer (Salzgitter und Mainz, Bielefeld und Nürnberg, Leverkusen und Oberhaching …). Dies sind die derzeitigen Lebensmittelpunkte der 21 Mentees, die in diesem Jahr ein Studium beenden oder auf der Suche nach einem Berufseinstieg sind. Im Januar schlossen sie mit ihren Mentorinnen und Mentoren in Bensberg Vereinbarungen über die Ziele ihrer Begleitung in dieser Übergangsphase ab. Gemeinsamer Nenner: „Wir möchten uns verändern“, also sich entwickeln, wachsen, klären. Die meisten Tandems hatten sich zuvor schon kennen gelernt – gab es doch im Dezember in der Thomas-Morus-Akademie Einführungsseminare und seither die Möglichkeit, mit dem Mentoring „informell“ zu beginnen.

Diversity fasziniert

Gemäß der Verwurzelung des Modells im Gender Mainstreaming gehen nun 14 weibliche und 7 männliche Tandems durch das zweite Projektjahr. Ziel von NetWork.21 ist es unter anderem, die geschlechter-differenten Erfahrungen im Mentoringprozess einzufangen. Zugleich bilden die Beteiligten eine transkulturelle Gesellschaft im Kleinen: Die Geburtsorte der Mentees und MentorInnen liegen in der Türkei und in Polen, in Russland und dem Libanon, in Korea und in Kamerun. Aber auch wer in Deutschland geboren ist, hat mitunter Eltern aus Indien oder von den Philippinen. Und umgekehrt: Eine Mentorin und ein Mentor sind Deutsche, die in der Schweiz leben und arbeiten, ein Mentee zog nach einer Kindheit im Jemen in sein „Heimatland“ Deutschland. Diese „Diversity“ der biografischen Erfahrungen macht neugierig aufeinander und prägt die Dynamik des Projekts vom Start weg. Längst geht es um mehr als um Integration: um die gegenseitige Bereicherung durch eine Vielfalt anzapfbarer Quellen.

Gestiegenes Interesse am Projekt

Auf die Ausschreibung hin hatten sich 75 Fachkräfte aus unterschiedlichen Branchen als Mentorinnen und Mentoren beworben, darüber hinaus gaben 34 BewerberInnen der ersten Phase ihre Bereitschaft zu erkennen, weiterhin dabei zu sein. Als Mentees wollten 75 Bewerberinnen und Bewerber dabei sein. Es war also nicht leicht, die 2x21 Plätze zu vergeben. Offene Seminare sorgen dafür, dass sich alle Interessierten am Projekt beteiligen können, auch wenn sie nicht für das Mentoring ausgewählt wurden. Denn das Projekt will ein offenes Netzwerk sein.

Weitere Informationen


Den Schritt ins Ausland vorbereiten
1.700 junge Leute informieren sich auf Kölner Bildungsbörse

Um ihren persönlichen Weg ins Ausland abzuwägen, drängten Mitte Februar über 1.700 Besucherinnen und Besucher in die Hallen der Uni-Mensa Köln: Auf der Bildungsmesse „Wege in Ausland“ informierten über 70 Aussteller über ihre Programme, die Auslandsaufenthalte für Studierende, Auszubildende und Berufstätige ermöglichen. Einen ganzen Tag lang nutzten die überwiegend jungen Leuten die Chance, Organisationen, Verbände und Unternehmen kennenzulernen, um den berufsbiografisch wichtigen Schritt in ausländische Bildungs- oder Arbeitserfahrung vorzubereiten. Neben Informationen und ausführlichen Gesprächen an den Ständen erwartete die Besucher ein Vortragsprogramm zu Möglichkeiten und Nutzen von Auslandsaufenthalten, zu Finanzierungsmöglichkeiten, thematischen Schwerpunkten und kulturellen Eigenheiten anderer Länder und Kontinente. Ein Expertenchat im Internet hatte schon im Vorfeld geholfen, Fragen und Erwartungen zu klären. Die Bildungsbörse „Wege ins Ausland“ wird jährlich von der Thomas-Morus-Akademie in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit organisiert.


Geistlos? – Kunstlos?
Symposion zum Verhältnis von Kunst und Spiritualität
29. Februar 2008 (Fr.)


Zu den Charakteristika von Kunstwerken gehören unter anderem der Zusammenhang von Geistigem und sinnlicher Anschaulichkeit, die Spannung zwischen Werkidee und schöpferischem Prozess, das Verhältnis von Form und Inhalt. Dieses Beziehungsgeflecht hat sich im Laufe von Menschheitsgeschichte und Kunstentwicklung immer wieder verändert und spiegelt sich in der Gegenwart beispielsweise in den gegensätzlichen Äußerungsformen von Conceptart und Actionpainting. Bereits die Frühzeit der Kunst belegt in den Höhlenmalereien den Kontext von Erfahrung und Beschwörung, von Kult und Kunst. Bild und Kultort waren eins. Besonders äußerte sich das im christlichen Mittelalter, dessen Kunst aus einer weitgehenden Bindung an die Kirche lebte. Seit der Behauptung künstlerischer Autonomie in der frühen Neuzeit lösten sich beide Merkmale zunehmend voneinander, fanden aber phasenweise – so etwa in Barock oder Romantik – wieder näher zusammen. In der modernen und zeitgenössischen Kunst ist spirituelle Kunst längst nicht nur Ausstattung sakraler Räume, sondern persönliche Auseinandersetzung und Bekenntnis. In irgendeiner Weise liegt Kunst, auch wenn sie reine Form zu sein scheint, stets – wenn nicht ein geistlicher, so doch – ein geistiger Prozess zu Grunde, der in die Form einfließt. Das Symposium beleuchtet zahlreiche Aspekte dieses Form- und Sinnzusammenhangs aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Gattungen und Epochen. Zu diesem Symposium anlässlich des 70. Geburtstags von Professor Frank Günter Zehnder laden wir Sie herzlich nach Bensberg ein.

Weitere Informationen


Zukunft gestalten
Die Pfarrgemeinden im Erzbistum Köln
19. April 2008 (Sa.)


Mit einem Diözesantag sucht der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln das Gespräch mit den Mitgliedern der Pfarrgemeinden. Unter dem Leitthema „Zukunft gestalten“ werden Erzbischof Joachim Kardinal Meisner, Generalvikar Prälat Dr. Dominikus Schwaderlapp, Weihbischof Dr. Heiner Koch, Priester und Vertreter aus Gemeinden und Dekanaten, Pfarrgemeinderäte, Dekanatsräte und Kirchenvorstände, Verbandsmitglieder und andere pastorale Mitarbeiter auf Fragen zur Situation der Pfarrgemeinden vor Ort, zur Personal- und Seelsorgesituation im Erzbistum Köln antworten und neue Ideen für die Gemeindearbeit diskutieren. Der Diözesantag wird von der Thomas-Morus-Akademie Bensberg konzipiert und findet statt in der inspirierenden Industriearchitektur der Balloni-Hallen Köln, einer 150 Jahre alten Kranfabrik. Herzliche Einladung im Namen des Diözesanrates an alle, denen die Zukunft der Kirche im Erzbistum Köln am Herzen liegt!

Weitere Informationen


Die Wahrheit des Mythos
Zur Wiederkehr eines alten, lebendigen Weltbildes
15. bis 16. März 2008 (Sa.-So.)


„Vom Mythos zum Logos“ wollten Aufklärung und moderne Wissenschaft den Menschen führen. Doch statt entmythologisierter Religion und säkularisierter Vernunft ist eine breite Wiederkehr des Interesses an Geschichten und Mythen zu beobachten. Welche Bedeutung hat der Mythos für unser Verständnis der Wirklichkeit? Welche Wahrheit findet sich in Geschichten? Und welche Philosophie vermitteln Literatur und Poesie? Zu diesem Philosophischen Seminar laden wir Sie herzlich nach Bensberg ein.

Weitere Informationen


„Absturz und Zwielicht“
Bensberger Protokoll 109 zu Albert Camus „La Chute“


„Eine Tagung über „La Chute“ stellt ein riskantes Unternehmen dar. Wer sich bei Camus einigermaßen auskennt, aber auch, wer nur die bekannteren Werke kennt, wird gewiss der Ansicht zustimmen, dass es sich um ein schwer zu verstehendes und ein ziemlich finsteres Buch handelt.“ Dies schreibt Heinz Robert Schlette in der Einführung zur neuen Publikation. Er und sechs weitere Referenten haben bei einer Tagung der Thomas-Morus-Akademie dennoch den Versuch unternommen, sich der Erzählung „Der Fall“ anzunähern. Ihre philologisch-literaturwissenschaftlichen, philosophischen, politischen und theologischen Überlegungen liegen nun vor im Bensberger Protokoll 109. Das Werk leistet einen Beitrag zur Erforschung des Denkens von Albert Camus. Seine Reflexionen über Absurdität und Revolte haben in den vergangenen Jahren durch drei neue Camus-Biographien an Aktualität gewonnen. Auch die einzige deutschsprachige Biographin Albert Camus´, Brigitte Sändig, ist mit einem eigenen Beitrag im Heft vertreten. Das Bensberger Protokoll leistet eine Einordnung von „Der Fall“ sowohl in das Gesamtwerk Albert Camus´ als auch in die gesellschaftliche und geistesgeschichtliche Situation in der Zeit seiner Entstehung. Die Autoren interpretieren das Handeln der Personen im Text vor dem Hintergund von Camus eigener Biografie, seiner Freundschaft mit Sartre und im Hinblick auf die Philosophie des Absurden, der Camus eigenen Richtung des Existentialismus. Die Autoren gehen in ihrer Textarbeit auch ein auf problematische Passagen in den Übersetzungen aus dem Französischen und machen vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen wissenschaftlichen Disziplin Vorschläge zum Verständnis umstrittener Passagen.

Das 110 Seiten starke Heft im Format DIN A5 kann ab sofort für 10 Euro im Sekretariat der Thomas-Morus-Akademie bestellt werden – Telefon: 02204 - 40 84 72, E-Mail: akademie@tma-bensberg.de.


Kirchenführungen als pastorale Chance
Profile, Didaktik, Voraussetzungen – Bensberger Protokoll 110


Seit mehreren Jahren beschäftigt sich die Thomas-Morus-Akademie mit der Frage der Besucherbegleitung und mit Kirchenführungen in touristisch bedeutsamen Kirchen. Die Angebote vieler Kirchen institutionalisieren und professionalisieren sich zunehmend. Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen ihre Kirchen vor, zeigen historisch und kunsthistorisch bedeutsame Objekte, nehmen den spezifischen Ort Kirche, den sakralen Raum in seiner besonderen Qualität in den Blick. Für Verantwortliche in diesem Bereich sind daher der Erfahrungsaustausch und Einblicke in die jeweilige Praxis der Kirchenführung hilfreich. Aus diesem Desiderat heraus ist das Netzwerk Kirchenführung entstanden, dass seit 2003 versucht, Verantwortliche für die Ausbildung, Begleitung und Qualifizierung von Kirchenführerinnen und Kirchenführern im katholischen Bereich in ihrer Arbeit zu unterstützen und weiter zu vernetzen. Die jährlichen Treffen versuchen, mit thematischen Schwerpunkten den Fokus auf offene Fragen und die Arbeit vor Ort zu legen.

Zunehmend gewinnt die Frage nach dem Profil von Kirchenführungen an Bedeutung: Bieten Kirchenführungen für die Kirche eine pastorale Chance? Welche (theologischen) Zusatzqualifikationen müssen Kirchenführerinnen und Kirchenführer haben, damit die pastorale Chance genutzt wird? Welche inhaltlichen, didaktischen und methodischen Kenntnisse sind für eine gute (Kirchen-)Führung notwendig? Welche praktischen Erfahrungen liegen in den einzelnen Kirchen zu spirituellen und geistlichen Kirchenführungen vor? Welche pastoralen „Geh“-Versuche gibt es vor Ort? Welche religionspädagogischen Zugänge helfen bei der Erschließung von Kirchenräumen? Wie sieht mystagogisches Lernen im Kirchenraum aus?

Diesen Fragen ging das Netzwerk Kirchenführung in den beiden Jahrestagungen 2005 in Erfurt und 2006 in Freiburg nach. Der vorliegende Band stellt die Beiträge aus den beiden Tagungen zusammen. Einige Artikel sind für diese Publikation noch einmal grundlegend erweitert und ergänzt worden.

Das 114 Seiten starke Heft im Format DIN A5 kann ab sofort für 10 Euro im Sekretariat der Thomas-Morus-Akademie bestellt werden – Telefon: 02204 - 40 84 72, E-Mail: akademie@tma-bensberg.de.

Übrigens:
Kennen Sie Kolleginnen und Kollegen, Bekannte oder Freunde, die auch Interesse an den Programmen der Thomas-Morus-Akademie haben? Dann geben Sie diese Informationen gerne weiter!


Abonnement
Ihre Einstellungen für diesen Newsletter können Sie hier ändern: http://www.tma-bensberg.de/kontakt/newsletter.php. Wir speichern Ihre Daten ausschließlich für die Zwecke der Thomas-Morus-Akademie und geben sie nicht an Dritte weiter.


Herausgeber: Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Redaktion: Dr. Wolfgang Isenberg, Akademiedirektor (VisdP), Thorsten Malessa
Overather Straße 51-53
51429 Bergisch Gladbach
Telefon 0 22 04 - 40 84 72
Fax 0 22 04 - 40 84 20
www.tma-bensberg.de
akademie@tma-bensberg.de

Haftungshinweis
Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.